Dario Fo

"Der Teufel in dir"


Kurze Inhaltsangabe:


Korruption in Politik und Gesellschaft – ein leidliches Thema, das die Menschen schon seit jeher beschäftigt. Da ist es kein Problem, dass Dario Fo seine Komödie „Der Teufel in Dir“ im Italien des 16. Jahrhundert ansiedelt - zu Zeiten von Siemens-Affären und einer Unzahl schwarzer Konten findet es auch heute problemlos seinen Platz. Der unbestechliche und tugendhafte Richter Alfonso de Tristano wird unbequem. Die Obersten der Administration und der Kirche, deren Macht sich seit jeher auf Unrecht stützt, geraten in Bedrängnis. Da werden schon teuflische Mächte erforderlich, die den Richter von innen heraus steuern und seine Rechtschaffenheit zur Strecke bringen wollen. Barlocco, ein Hilfsteufel soll dazu als Zäpfchen in den Richter „einfahren“. Durch einen Zufall jedoch...

DARIO FO
(geb. 24.3.1926)

Der italienische Dramatiker, Schauspieler und Regisseur gab dem modernen Volkstheater wie auch dem alternativen Polittheater wesentliche Züge. Seine mit clownesken Gags aufbereiteten Possen, Farcen und Komödien sind satirische Lehrstücke und moderne Harlekinaden zugleich.

Gemeinsam mit seiner Frau Franca Rame verfasste er Farcen über Themen des alltäglichen Lebens, menschlichen Verrücktheiten, aktuelle und pseudohistorische Begebenheiten. Mit der Theatergruppe „Compagnia Fo-Rame“ reiste er – seinem Selbstverständnis als „giullare“, als fahrender Spielmann und Geschichtenerzähler, entsprechend – durch ganz Italien.

Fo entwickelte die in Italien nie abgerissene Tradition der Volkstheaterstücke weiter und reagiert mit allen Mitteln der Komik, mit grotesken Situationen, schlagfertigen und derben Dialogen, mit Improvisationen und Gesangseinlagen auf das aktuelle politische Geschehen. Er benutzt Stilelemente aus allen Epochen der europäischen Theatergeschichte, von den christlichen Mysterienspielen über die Commedia dell’arte, vom Marionettentheater bis zu Revue und Kabarett.

Trotz der weltweiten Erfolge war die Verleihung des Literaturnobelpreises an Fo 1997 eine Überraschung.

(Patzer,Georg: Dario Fo, in: Harenberg Schauspielführer, Dortmund ²2001, S. 283. Text in sich gekürzt)

Besetzung:

Pizzocca Ganassa, Haushälterin des Richters.....................Evelyn Heinz
Alfonso Ferdinando de Tristano, Richter am Gerichtshof..........Maximilian Grünewald
Kardinal Ambone.................................................Constantin Eckhardt
Francipante, Hauptteufel........................................Eric Weber
Barlocco, Hilfsteufel...........................................Marie-Victoria Simon
Facoba Stareffa, Geliebte des Haupmannes........................Luca Pauer
Inquisitor......................................................Philipp Haugwitz
Affe............................................................Till Oppel
Zoanna, junge Magd..............................................Anne Röttgerkamp
Clarissa, junge Magd............................................Laura Beyer
Geron de la Noci................................................Christoph Vetter
Hufschmied......................................................Costantin Eckhardt
Simona..........................................................Lisa Schilha
Merone..........................................................Christoph Vetter
Anwalt..........................................................Lisa Schilha
1.Wache.........................................................Andreas Moser
2.Wache.........................................................Tomas Knödel

Regie...........................................................Peter Molitor
Chöre...........................................................Björn Bobach
Regieassistenz..................................................Silvia Weigelt
Souffleuse......................................................Elisabeth Fromme

Weitere Dienstboten, Bürgerinnen und Bürger etc.

Ein paar Probenbilder

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